Lächeln

Sutida: Thailand ist das Land des Lächelns, so steht es in den Reisebüchern geschrieben. Sobald ich Thailands Boden betrete, werde ich von dem Lächeln der Thailänder verfolgt. Schon am Flughafen bei der Kontrolle, in den öffentlichen Verkehrsmitteln, der Skytrain, U Bahn, in Shoppingsmalls, bei “Seven Eleven”, dem bekannten Spätkauf und ebenso die Dame am Empfang…

Details

Silvesternacht

Sebastian: Das Licht ist nur noch ein gelblicher Schein der Straßenlaternen auf dunklem Asphalt. Die Silvesternacht hat begonnen. Sie zwingt mich nach draußen, auf die laute Straße hinaus, damit ich mich nicht ganz so einsam, im meinem kleinen Zimmer verschliesse. Nicht das ich etwas gegen Einsamkeit hätte, denn ich genieße es, alleine zu sein, ganz…

Details

Wie geht es dir?

Sutida: Oft begegne ich Thais auf der Straße in unserer häuslichen Umgebung, die ich wieder erkenne. Man nickt sich zu und natürlich fehlt auch hier kein Lächeln. Oft frage ich: “Wie geht es Dir?”, um einen Smalltalk zu beginnen. Dabei fällt mir auf, dass es allen gut geht. Ich bin auf dieser Reise noch nie…

Details

Kaufen

Sebastian: Im Supermarkt. Die totale Welt des Konsums. Mit dem Einkaufswagen unterwegs. Wo sind sie, die Dinge, die ich brauche? Ich darf nichts vergessen. Mit dem Fahrstuhl ein Stockwerk tiefer, über die Rolltreppe wieder hinauf. Massenartikel. Riesige, bunte Preisschilder. Meine Pupillen weiten sich. Sprecht ihr mit mir? Waschpulver, Weichspüler, euere glänzende Verpackung ist pure Freude!…

Details

Besen

Sutida: 12:00 Uhr. Die Sonne brennt. Um diese Zeit auf den Straßen unterwegs zu sein, ist den Thailändern fremd. Es ist die Zeit, wo viele zusammensitzen und ihr Mittagessen in klimatisierten Schnellrestaurants einnehmen. Nur die, die nötige Besorgungen machen oder die, denen nichts anderes übrig bleibt, als zu arbeiten, sind auf der Straße zu sehen.…

Details

Der Weg nach Hause

Sebastian: Als ich morgens die Straße entlang lief, war es sehr heiß. Sehr heiß, so heiß, dass mir meine Schritte ganz langsam wurden. Ich musste vorbei gehen an einigen, wilden Hunden. Die Hunde lagen faul und schlafend auf dem Bürgersteig ausgebreitet. Da ich keine Gefahr fühlte, war es nicht schwierig, an ihnen vorbei zu schlendern.…

Details

Little Sweet Home

Sebastian: Mein Blick ist auf die helle Zimmerwand gerichtet. Von meinem Bett aus, sehe ich auf die Wand des Zimmers. Wir haben seit gestern zwei Wohnungen gemietet, Nummer 304 und 305: Fünfundzwanzig Quadratmeter groß, nicht all zu weit von dem neuen Atelier entfernt. Einen Punkt auf der leeren Wand zu fixieren, vielleicht bringt er mir…

Details

Farbfilm

Sutida: Als ich Thailands Boden betrete, beginnt das Kino der Farben. Airport. Kaum steige ich aus dem Flugzeug, gelange ich zum Terminal. Dort hängt ein riesiges Bild des Königs vor strahlend gelben Hintergrund, in einem goldenen Bilderrahmen. Die Farben unterstreichen den Prunk und die Macht des Königs und begleiten mich Tag ein und Tag aus.…

Details

Vakuum

Sebastian: Der lächelnde Buddha, sein ausgeglichener, der Welt dunkler Kräfte standhaltender Ausdruck, das goldfarbende Gesicht, die aufrechte, gerade Haltung, lassen meine Gedanken, die in Bangkok, wie in einer Zentrifuge beschleunigt werden, stoppen. Jedenfalls für einen kurzen Moment. Während draußen, vor den Toren der weitläufigen Tempelanlage, die Straßen verstopft sind, Abgase Luft vernebeln, suggeriert dieser heilige…

Details

Buddha, ein Spiegel

Sutida: Es fällt mir schwer etwas über den heutigen Tag zu schreiben, weil der Besuch der berühmten Tempelanlagen Wat Pho und Wat Suthat mir vertraut sind. Jedoch löst ein Gefühl bei mir Zufriedenheit aus. Ohne dieses Gefühl von Freude, wäre Bangkok wahrscheinlich ein Alptraum. Denn wenn ich nicht zu mir selbst finde bzw. ich mir…

Details