Nebel

Zieht in Shanghai Nebel auf, erscheint es mir, als verschlucke der milchige Film alle Häuser, als sei eine ganze Stadt in einer allmählichen Auflösung begriffen. Betrachte ich den Nebel, wird mir klar, wie sehr ich meine eigene Wahrnehmung schärfen muss. Ein Bild aus meiner Phantasie hervorzubringen, es zu entfalten, zu erforschen, ist ein überaus fragiles…

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Erde

Unter der Erde begraben liege ich, so träume ich und träume weiter, ich kann mich nicht bewegen, denn das Atmen fällt mir schwer. Tiefe Müdigkeit, in einem Halbschlaf gefangen, in meinem Körper ist kein Leben, Augenlieder fallen mir zu, als verschmelze ich mit dunkler Erde, werde hinabgezogen, als löse ich mich in kleine, kleinste Sandkörner…

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Sonne

Während meine Nervenstränge von hellen Blitzen erleuchtet und von dunklem Donner erfasst, hin und her geworfen, zittern, all diese emotionalen Feuer in mir brennen, eine Sonne aufsteigt, groß und golden, will ich sprechen, aus diesem ewigen Kreislauf von Geschehnissen ausbrechen, meine Arme hochgeworfen in den Himmel, im gewaltigen Tatendrang, eine innere Mauer durchbrechen, niedersinken, mein…

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Себастьян Хайнер: абстрактный экспрессионизм 21 века.

Себастьян Хайнер: абстрактный экспрессионизм 21 века. Уже в который раз в поисках сюжетов и вдохновения Себастьян Хайнер совершает путешествие в дальние края. Так, с 2004 по 2008 год помимо своей студии в Берлине , художник работал и проводил мастер – классы в Пекине, Китай. Себастьян рисовал в Пекинской студии и двери его мастерской всегда были…

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Anfang

Bereite ich ein neues Bild vor, will ich anfangen zu malen, stelle ich mir die Frage, wie beginne ich, nicht wirklich, weil, wenn ich mir diese Frage stelle, denke ich, eine Hemmung oder Blockierung scheint vorhanden, davon will ich nichts wissen. Frei sein, will ich von all meinen Gründen, die sich in meinem Kopf verdichtet…

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Nacht

Ein Wort fällt mir ein, ein Satz entsteht, Sätze formulieren sich, dieser ganze Prozess von Ausdruck, ein sich ausdrücken wollen, es liegt in mir selbst zu Grunde, vergraben und ich will mich befreien. Lauert das Gesagte, welches noch keine klare Gestalt angenommen, in einer Höhle, in der es so lange hockt und wartet und wartet…

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Schlaflos

Von überall her strömen Gerüche, kriechen hervor…aus dem grünen Teppichboden, ich bleibe plötzlich stehen….steigen Dämpfe….Gardinen sehe ich, gelbe Gardinen, alte, verblasste Ornamente, getränkt, säuerlicher Geruch… aus den Betten… steigen sie…die Zimmerwände empor…fauliger, fettiger Gestank… weht es durch die Fenster in meine Nasenhöhlen…entlang den Flur…. hinauf, hocke ich…meine nervösen…Nerven…. explodieren…lärmen… atmen und atmen…als sei…und aus allen…

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Regen

Draußen regnet es. Die Sonne hüllt sich in dichte Wolken. Feuchte Luft legt sich über die Straßen und weicht Konturen auf. In einen diffusen Zustand finde ich mich wieder, in einer Dämmerung meiner Gedanken. Immer leiser dringt der Lärm durch Fenster. Die grauen Fassaden der Geschäfte beginnen zu schimmern und strahlen bald im kalten Neonlicht…

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Mensch

Der Mensch vor der Tür meines Ateliers steht dort jeden Tag. Sein Gesicht ist braun gebrannt und er lächelt freundlich. Seit die Gesellschaft durch selbstdenkende Systeme geregelt ist, ist für uns Menschen nichts mehr von wirklicher Bedeutung. Die Maschinen freuen sich, wenn wir künstlerisch tätig sind. Sie sind begeistert von dieser ursprünglichen, so menschlichen Begabung.…

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Bild

Das Bild steht im Atelier grundiert bereit. Ein Bild zu malen, scheint mir, als reise ich, ohne zu wissen, wohin mich mein Weg führen wird. Es gleicht einer Vorfreude, einer unruhigen Erwartung, Gedanken, die in meinem Gehirn herumschwirren sollen in eine reale Welt transportieren werden. Wenn ich male, die Leinwand fremd und leer ist, wird…

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