Klaus Fußmann – Die Geste des Traumes

Die meisten Bilder von Sebastian Heiner sind groß und von Kobolden bevölkert. Stiefel und Hände sind unübersehbar, flache Körper, dreieckige Kleider und irgendwo macht man einen kleinen Kopf aus. Die Figuren, die sich hier zusammengefunden haben, bilden eine Szene, eine Szene ohne eine Bedeutung. Sie spielen eine Art Schattentheater, und wer länger hinsieht, bemerkt, dass sie keine Handlung begehen. Sie stehen in ihren weitausholenden Gesten verharrend, machen Verbeugungen, Kratzfüße, strecken die Arme aus und irgendwann bemerkt man, wie sie sich alle gegenseitig huldigen.