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2016 | Dance with me

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David Riedel – Im richtigen Moment aufhören – Stopping at the right moment

By | 2016 | Dance with me | No Comments

Bei einem Atelierbesuch im Sommer 2015 fragte ich Sebastian Heiner, zu welchem Zeitpunkt er mit einem Bild zufrieden sei. Er antwortete, wenn er „im richtigen Moment“ aufgehört habe. Ich hatte zwar nicht mit einer konkreteren Antwort gerechnet, fragte mich aber, was dieser „richtige Moment“ wohl bedeuten könne. In einem Interview mit dem Künstler, abgedruckt in einem Aus­stellungskatalog aus dem Jahr 2001, stieß ich auf eine zumindest ausführlichere Antwort: „Ein Bild ist für mich abgeschlossen, wenn ich zu innerer Ruhe gefunden habe: Das Gleichgewicht von Formen und Farben ist hergestellt, Gegensätze sind zur Einheit geworden und haben sich zu einer Komposition verdichtet.“

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Nora Gantert – Aufforderung zum Tanz – Dance with me

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Berlin, Shanghai, Bangkok, Beijing – Auf der Suche nach der eigenen Position, nach der eigenen Sprache, ist das häufige Reisen und der Ortswechsel Teil seiner künst­lerischen Praxis. Sebastian Heiner sucht die existenzielle Konfron­tation methodisch, Entwurzelung und Fremdheit dienen als künstlerisch-psychologische Herausforderung, an dessen Ende sich die kraftvolle und doch spielerische Auseinandersetzung im Werk des Künstlers manifestiert. Die Werke repräsentieren eine andauernde Aufgabe, eine fortwährende Auseinandersetzung mit dem „Anderen“ auf der Suche nach sich selbst. Über das Fremde zum Eigenen, so wie Francois Jullien es formuliert, bildet für Heiner den Hintergrund seiner Arbeit.

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Wulf Herzogenrath – Zwischen Figuration und Gegenstandsfreiheit

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Manche Kunsthistoriker suchen Kunstwerke zur Illustrierung ihrer Theorien, andere versuchen die Vorstellungen der Künstler in den Kunstwerken sichtbar werden zu lassen. Die einen sehen mehr die eigenen Thesen und übersehen oftmals die eigenständige Kraft der Kunstwerke, die anderen gehen von den Kunstwerken selbst aus und verstehen die Werke meist aus der Sicht der Künstler. Wie in den Formulierungen vielleicht schon klar geworden, liegt mir die zweite Art der Vorgehensweise für meine Zunft mehr, weil ich denke, die Werke sind für sich und für die Betrachter da. Die großen Theorien der Wissenschaftler sind ein interessantes Konstrukt, aber selten hilfreich für das Verständnis und die Wirkung einzelner Kunstwerke – und die scheinen mir doch der Ausgangspunkt aller Kunst.

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